Erstellte Forenantworten

Ansicht von 16 Beiträgen – 1 bis 16 (von insgesamt 16)
  • Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s ab wann darf ich baden? #3205590

    Hi Lucifa,
    warum machen die sich denn alle blo?? so einen Stre????? Natürlich solltest Du mit Deinem frischen Piercing (aka offene Wunde) nicht ins unsterile Wasser gehen, aber man soll ja auch nicht mit einem eingegipsten Fu?? ins Wasser… Also, wenn Du unbedingt willst, dann dichte es halt vernünftig ab. Das geht sehr gut mit einer sterilen Kompresse und darüber eben wasserdichte Acrylat-Folie. Oder (einfacher aber teurer) ein ausreichend Großer Hydrokolloidverband (wieder mit steriler Kompresse als Wundauflage). Zur Sicherheit die ganze Geschichte bei maximal gestrecktem Bauch (also im Liegen) aufkleben und mit wasserdichtem Sprühpflaster an den Rändern zusätzlich sichern. So, jetzt kannst Du auch in den Baggersee, wie die anderen Leute Dich aber nun angucken, damit mu??t Du leben 😉

    Das Baden in der heimischen Wanne solltest Du aber der Einfacheit halber durch’s Duschen ersetzen und keine umfangreichen „Pflaster-Aktionen“ starten…

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s LABRET stechen gefährlich ?? #2927299

    Hallo Julian,
    ich will’s nicht so ausführlich machen wie sonst:

    Kleine Arterien im Gebiet sollten normalerweise nicht getroffen werden. Wenn doch, dann gleich einen Arzt aufsuchen (aber bitte nur bei einer echten arteriellen Blutung, Dein Piercer kennt den Unterschied hoffentlich)!!! Aber mir ist keine häufige Normvariante bekannt, die diese Gefahr birgt.

    Genau mittig stechen lassen, sonst besteht die Gefahr einer Nervenschädigung des N. submentalis. Ist aber auch sehr unwahrscheinlich.

    Zahn- und Zahnfleischschäden scheinen durch Zahnärzte statistisch (noch) nicht nachgewiesen zu sein, aber erste Studien legen einen Zusammenhang zwischen Oralpiercings und Zahnschäden nahe. Das wäre mein grö??tes Bedenken.

    Entzündungsgefahr wie gehabt sehr hoch, gut pflegen. Glücklicherweise erfolgt der Blutabflu?? da nicht mehr über die V. angularis, daher keine erhöhte Gefahr für Dein Gehirn. Trotzdem: Entzündungen sind häufig und stellen ein echtes Problem dar. Gute Pflege hilft leider nicht immer.

    Wundheilungsstörungen sind bei Piercings nicht häufiger als bei anderen transkutanen Eingriffen. Trotzdem an Keloide oder hypertrophierende Narben denken, die sind im Gesicht sehr unschön.

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s LABRET stechen gefährlich ?? #3095598

    Hallo Mary,
    mich würde ja mal sehr interessieren, wie ein Piercer in dem relativ dichten Unterhautfettgewebe des Gesichts mit den direkt darin verlaufenden Muskelschichten die winzelfutzelige A. labialis inferior entdecken möchte… Mach‘ Dir da blo?? keine Hoffnungen, wenn sie als Normvariante etwas „verquer“ verläuft, dann wird sie durchstochen und basta. Und obwohl sie wirklich winzig ist kann es sehr unangenehm daraus bluten! Außerdem sollte man im Gesicht immer recht vorsichtig sein, Stichwort funktionelle Endarterien… Das Risiko ist halt da und damit mu?? man leben.

    Das Lippenbändchen ist nur ein kleiner Sehnenzug, funktionell unbedeutend und bradytrophes Gewebe, da läuft also kein nenneswertes Gefä?? lang. Ist die ideale Stelle zum ??ben: dünn, gut gespannt, leicht zu greifen, schmerzunempfindlich, blutet nicht, entzündet sich schwer und im Ernstfall kann man gut darauf verzichten. Aber hält eben auch nicht viel Gewicht aus, deshalb wächst bei den meisten Leuten das Piercing langsam aber sicher aus…

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s EISSPRAY zum Piercen ?? #3050642

    Hi!

    Eisspray ist für jede denkbare Anwendung reichlich ungeeignet. Es ist nur sehr kurz schmerzstillend, es fördert aber die Schmerzen nach dem kurzen „schmerzarmen Intervall“, es ist gewebeschädigend und dazu noch vollkommen unzureichend in seiner analgetischen Wirkung.

    An (echten) Betäubungsmitteln kommen nur EMLA-Cremes, Gels oder Pflaster für Piercer in Frage. Ich würde aber doch eher Lokalanästhetika zur Injektion verwenden. Ich habe dazu schon einmal einen längeren Artikel geschrieben, such mal nach „Schmerz“ im Forum, dann solltest Du ihn noch finden.

    Adrian

    P.S. Sollte ich den ganzen Kram vielleicht mal auf eine Webseite packen, so als Mini-FAQ?

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s BWP #3009382

    Hi Flauschi,
    ich denke nicht, da?? Du einen seriösen Piercer finden wirst, der Dir in Deinem Alter ein Piercing sticht, auch nicht mit der Einwilligung Deiner Eltern. Piercing ist Körperverletzung mit einwilligung, aber Du bist zu jung, um juristisch gesehen einwilligen zu können. Insgesamt eine sehr heikle Sache für den Piercer, darum sollte er/sie sich weigern, und Du landest dann nur bei irgendeinem Pfuscher. Schlaf doch noch mal ein paar Jahre drüber… So lange kannst Du Dir ja auch mit Klemmschmuck behelfen.

    Das soll keine Kritik sein, aber juristisch gesehen bist Du nicht in der Lage, das selbst zu entscheiden, und Deine Eltern können nicht in eine Körperverletzung einwilligen.

    Adrian

    P.S. Das gilt natürlich auch für alle anderen Piercings…

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s Selberstechen #2972540

    Hi Mary, Rudi,
    die Ausfallerscheinungen bei Nervenverletzungen im Bereich der Augenbraue unterscheiden sich je nachdem, welcher Nerv betroffen ist. Um es kurz zu fassen: entweder hängt die Augenbraue und kann nicht mehr gehoben werden oder ein Gefühlsausfall Im Bereich von Nasenwurzel bis zum Haaransatz auf der Stirn tritt auf. Wenn Du näheres wissen willst, ich habe schon einmal etwas zu dem Thema gepostet, einfach mal nach „Augenbrauenpiercing“ oder so ähnlich suchen.

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s Selberstechen #3067666

    Hi Conni,
    mutig, mutig bist Du. Aber Du solltest das noch einmal gaaaaanz gründlich überdenken und Dir ein paar Fragen stellen.

    Hat Deine Freundin überhaupt schon einmal in ihrem Leben eine Kanüle durch Haut gestochen?

    War es eine so Große, wie Du für ein Piercing brauchst (glaub mir, zwischen 22G und 13G liegen WELTEN im Gefühl)?

    Hast Du das nötige Equipment vorrätig (Kanüle, Klemme, Tupfer, Handschuhe, Lochtuch, Hautmarker – alles steril – und ein Haut- und Wunddesinfektionsmittel)?

    Hast Du die Möglichkeit den Schmuck vorher in einem Autoklaven zu sterilisieren und steril zu dir nach Hause zu bringen?

    Kann Deine Freundin sich sterile Handschuhe anziehen?

    Kann jemand Deiner Freundin bei Problemen assistieren?

    Ist Deine Freundin in Erster Hilfe geschult?

    Kann Deine Freundin eine auftretende Blutung stillen?

    Traust Du Dir eigenständiges Wundmanagement und Infektionsbekämpfung zu?

    Wenn Du auch nur ein einziges Mal gezögert hast, dann solltest Du Dich lieber doch von einem Fachmann piercen lassen. Das kostet zwar ein klein wenig mehr, aber Deine Gesundheit sollte es Dir wert sein.

    Noch etwas zu der Nervenschädigung bei Deinem ersten Piercing – hast Du das ärztlich abklären lassen? Solltest Du wirklich eine Nervenschädigung davongetragen haben, dann kannst Du den Piercer zu Schadensersatzforderungen heranziehen, wenn er Dich nicht umfangreich über das Risiko aufgeklärt hat (Beweislast liegt m.E. beim Piercer!). Nervenschädigungen sind extrem unwahrscheinlich, deshalb würde ich mich freuen, wenn Du mir eine Mail zukommen lassen würdest, damit Dein Fall dokumentiert werden kann.

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s probleme mit ZP #3102813

    Hallöchen allerseits,
    um es nocheinmal deutlich zu sagen: Zungen schwellen unter normalen Bedingungen auch nachts nicht an. Ein Anschwellen ist dementsprechend immer als krankhaft zu bewerten. Ein Zungenpiercing ist kurz gesagt das traumatische Durchstechen von insgesamt vier Muskeln, dazu noch eines sehnigen Hautsacks und schließlich der Schleimhaut, der das aber nichts ausmacht. Muskeln dagegen finden so etwas nicht unbedingt so gut, und durch den „Sehnensack“ ist auch relativ wenig Platz zum Ausweichen für die Muskeln da. Auch wenn Euer Piercing schon ausgeheilt ist ist es doch noch an einer ziemlich unphysiologischen Stelle (bei keinem anderen Piercing werden in solchem Umfang und absichtlich Muskeln verletzt), daher kann es immer wieder, auch nach langer Ausheilzeit zu lokalen Schwellungen kommen. Das ist eben einer der Begleiterscheinungen. Wichtig ist nur zu differenzieren, ob die Schwellung bedrohliche Ausma??e annimmt (und das geht unter Umständen ganz flott). Wenn die Schwellung Euch nicht beeinträchtigt, dann würde ich mir erst einmal keine Sorgen machen. Aber immer ein Auge darauf werfen…. ähm.. naja, vielleicht doch lieber etwas genauer fühlen, sehen kann man das erst, wenn es schon deutlich geschwollen ist.

    Ich wünsche Euch baldige „Schwellungsfreiheit“,
    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s probleme mit ZP #3057565

    Hallöchen!

    Die Zunge schwillt für gewöhnlich bei gesunden Menschen auch Nachts NICHT an. In tiefem Schlaf sinkt das Gaumensegel ganz gerne mal ab, aber das echte „anschwellen“ der Zunge ist ein ganz anderes Kaliber. Hast Du das Gefühl, das die Zunge schwillt, oder hast Du es objektiviert (mal gemessen)? Wenn Du es nur gefühlt hast, wie würdest Du das Gefühl beschreiben? Zu bedenken ist auch, da?? geringgradige Schwellungen tagsüber aufgrund der Reizflut nicht unbedeingt bemerkt werden, aber dann beim Einschlafen unangenehm auffallen.
    Wenn Du Schluckbeschwerden oder gar Atembeschwerden hast, dann solltest Du DRINGEND einen HNO-Arzt aufsuchen.

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s Bauchnabel und Lippenbändchen… #3132448

    Hallo sweety666,
    Als erstes möchte ich Dich beruhigen, Du hast Dir so ziemlich das ungefährlichste Piercing ausgesucht!

    Es verlaufen keine wichtigen Nerven in der Umgebung des Bauchnabels, es gibt keine grö??eren Blutgefä??e, auf die zu achten wäre. Die Haut um den Bauchnabel wird sensibel aus dem 10. Zwischenrippennerven versorgt (N. intercostalis Th10, N. thoracicus). Da dieser Nerv von hinten an der inneren Bauchwand nach vorn verläuft, erreichen gerade einmal seine Endäste den Bauchnabel. Eine Schädigung des Nerven an dieser Stelle würde also schlimmstenfall eine Sensibilitätsstörung um den Nabel herum verursachen.

    Immer gegeben sind die Gefahren einer Infektion der Wunde und des umliegenden Gewebes. Eine Infektion lässt sich aber durch konsequente Pflege und sauberes Arbeiten des Piercers fast immer ausschließen. Du solltest von Deinem Piercer detaillierte Pflegeempfehlungen bekommen! Wichtig ist vor allem, da?? Du eine eventuelle Entzündung sofort bekämpst und bei Bedarf einen Arzt aufsuchst, damit sich die Entzündung nicht weiter ausbreiten kann.
    Aufgrund der ungünstigen Position des Nabels (in Höhe Hosenbund/Gürtel) ist außerdem die mechanische Belastung sehr hoch, so da?? Du mit Irritationen wie Hautrötungen, brennenden Schmerzen (erträglich!) und lokalen Schwellungen zu rechnen hast.

    Solltest Du unter Gerinnungsstörungen leiden (das solltest Du aber dann schon bemerkt haben) könnten sich Blutungen entwickeln, die grö??ere Hämatome (blaue Flecken) verursachen könnten. Hattest Du also einmal grö??ere Blutverluste nach dem Zähneziehen, dann solltest Du lieber bei einem Arzt Deine Gerinnungsparameter bestimmen lassen.

    Sollte der Piercer handwerkliche Fehler begehen, z.B. das Piercing zu tief stechen und dabei die Bauchdeckenmuskulatur verletzen, dann können sich unangenehme präperitoneale Entzündungen oder sog. „Bauchdeckenhämatome“ entwickeln, die ärztlicher Behandlung bedürfen. Da die „Speckschicht“ normaler Menschen aber gerade am Bauchnabel relativ breit ist, sollte diese Gefahr nahezu auszuschließen sein.

    Natürlich könnten sich auch ein paar ganz wilde Dinge entwickeln, eventuell löst eine Verletzung des Bindegewebes am Nabel bei vorbestehender Bindegewebsschwäche das Durchbrechen einer behandlungsbedürftigen Nabelhernie aus, aber das dürft so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto sein.

    Etwas häufiger sind aber Wundheilungsstörungen wie hypertrophierende Narben oder Keloide. Wenn Du schon Operationsnarben hast, und die glatt und flach sind, dann ist das Risiko recht gering, hattest Du aber schon Wundheilungsstörungen, dann musst Du mit einem erhöhten Risiko für so etwas leben. Wenn Du mit einer Narbe an Deinem Körper etwas unzufrieden bist, dann solltest Du einen Dermatologen um Rat Fragen.

    Ich hoffe, ich habe Dir keine Große Angst gemacht. All diese Risiken sind sehr unwahrscheinlich, aber 100%ig kann man sie eben nie ausschließen. Realistisch gesehen wird die Wunde nach Deinem Piercing wahrscheinlich in den ersten Wochen ein wenig entzündet und Berührungsempfindlich sein, aber nach einiger Zeit hast Du sicher sehr viel Spa?damit!

    Zum Thema Betäubung solltest Du einfach mal im Forum nach dem Thema „Schmerzmittel“ suchen, da habe ich ein paar Informationen hinterlassen. Um es kurz zu fassen: Eisspray ist böse, Infiltrationsanästhesie ist lieb. Wenn Du sehr schmerzempfindlich bist, dann kannst Du nach einem Piercer suchen, der Dir eine Lokalanästhesie machen kann, es gibt auch sog. EMLA-Salbe, -Creme und -Gel (Lokalanästhetika in Emulsion, „entetic mixture of local anaesthetics“), die betäubend wirken und rezeptfrei in Apotheken zu bekommen sind. Frag‘ einfach einen Apoptheker Deines Vertrauens, es gibt so viele Präparate, da?? ich Dir kein besonderes empfehlen könnte. Die Wirksamkeit ist aber nur dann gegeben, wenn Du den Schmadder ca. eine Stunde vor dem Stich aufträgst, und dann hält die Wirkung auch nicht so lange an, so da?? Du am besten die Salbe erst im Studio aufträgst und dann wartest, bis es taub wird. Bei Kindern haben sich solche Salben sehr bewährt, aber sie sind natürlich lange nicht so wirksam wie eine Infiltration. Andererseits ist die Haut am Bauch sowie das darunterliegende Fettgewebe nicht sonderlich schmerzempfindlich. Wenn Du Dir schon einmal in den Finger geschnitten hast: schlimmer wird’s auch nicht. Aber meine Meinung ist: Schmerzen, wem Schmerzen Vergnügen bereiten. Wenn Du nicht willst und es gute Medikamente gibt, warum solltest Du sie nicht benutzen?

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s BN piercing…auch bei mir? #3199527

    Hi Kat,
    Probleme könnten entstehen, wenn Du Dein Gewicht nach dem Stechen stark veränderst. Du solltest Dich also vorher auf Dein Zielgewicht einpegel und dieses dann auch halten, sonst sieht es nachher unter Umständen nicht so aus, wie Du es dir vorgestellt hattest. Wenn Du jetzt mit Deinem Gewicht zufrieden bist und es auch nicht mehr Großartig (>10kg) ändern willst, dann spricht nichts dagegen. Probleme bei der Heilung wird es dadurch wohl nicht geben, und wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann deckst Du es halt für die ersten 3-4 Wochen mit Pflastern ab, wenn Du Hosen trägst.

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s piercen erlernen? #3004082

    Floh wrote:
    ——————————-
    > (…)
    > Denn eine vernünftige Autoklave gibt es
    > erst ab ca. 1700DM
    Naja, das ist aber billig, den würde ich nicht kaufen. Aber für weniger als die Hälfte gibt es einen zuverlässigen, modernen Hei??luftsterilisator, der reicht für die Belange eines Piercers vollkommen aus! Außerdem brauchst Du ja nicht unbedingt einen eigenen. Einfach mal bei Deinem Zahnarzt fragen, ob er für ein kleines Entgelt Deine Instrumente mit in den Autoklaven packt… Und wenn das absolut nicht geht, dann gibt es ja noch sterile Einmal-Pinzetten, die den Zweck auch erfüllen (ist aber zugegebenerma??er recht fummlig, die sind auch nicht so stabil).

    > Zangen (i.d.R sind es Arterialklemmen die
    > auch nicht gerade günstig sind; fangen bei
    > ca. 75 DM an)
    Ich weiß nicht, wo Du Deine Instrumente beziehest, aber Arterienklemmen nach Halsted-Mosquito kosten unter 35DM…

    > vernünftiger Schmuck(Titan, den man in
    > sämtlichen Varianten braucht, da ja nicht
    > jeder den gleichen Geschmack hat!)
    Anstatt sich selbst ein Sortiment aufzubauen kann man ja auch einfach eine Katalog von Wildcat nehmen und die Kandidaten den Schmuck bestellen lassen…

    > Betäubungs- und Pflegemittel, Mundschutz,
    > Handschuhe usw.
    Pfennigartikel. Außerdem sollen das doch die „Kunden“ selbst zahlen, oder?

    > Also es ist wirklich ein nicht alllzu
    > geringer zeitlicher und finanzieller
    > Aufwand um vernünftige Piercings zu machen!
    Naja, ein wenig Geld kostet es schon. Aber so unerschwinglich teuer ist es nun auch wieder nicht. Aber Du hast natürlich vollkommen Recht damit, da?? es recht riskant ist, nach einem Wochenendseminar Piercings zu stechen. Vielleicht schrecken die „Investitionskosten“ daher potentiell experimentierfreudige Leute ab… *g*

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s Teebaumöl?? #2880507

    Gegen Dein „wildes Fleisch“ hilft Teebaumöl nur dann, wenn es auch ohne Teebaumöl wieder verschwinden würde, das ist leider recht selten. Du kannst es mit Narbensalbe (Kelofibrase) versuchen, die ist rezeptfrei in der Apotheke zu haben, aber Du solltest einen Dermatologen aufsuchen. Chirurgische Entfernungen sind auch möglich, aber erst nach sehr langer Zeit (12 Monate+). Du solltest auch bedenken, da?? Keloide bei Personen gehäuft auftreten, die schon einmal eines hatten… Ursache ist definitv kein Piercing-Fehler, kein zu tiefer Stichkanal oder eine Entzündung, sondern eher eine Wundheilungsstörung, genauer geasgt eine Kollagensynthesestörung.

    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s Knubbel am Ohr nach Knorpelpiercing #2896552

    Hi Joshi,
    wie schon geschrieben wurde, das hört sich nach einem Keloid an. Da es relativ klein ist, kannst Du es zuerst mal mit einer Narbensalbe versuchen, z.B. Kelofibrase, die bekommst Du rezeptfrei in der Apotheke (in D), sie ist aber nicht billig. Sicherlich würde Dir aber ein Besuch beim Dermatologen weiterhelfen. Sollte sich das Keloid weiter entwicklen, kann man nach frühstens einem Jahr eine chirurgische Korrektur vornehmen, auch per Laserchirurgie. Du solltest aber noch wissen, da?? Keloide häufig wiederkehren, und da?? Du mit grö??erer Wahrscheinlichkeit als andere Personen bei erneuten Piercings wieder Keloide entwickeln wirst….

    Sorry,
    Adrian

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s Augenbraunpiercing #3259084

    Ok, hier eine umfassende Darstellung der Risiken beim Augenbrauenpiercing!

    1. Nervenschädigungen
    Ganz offensichtlich sind Nervenschädigungen der Alptraum in diesem Forum. Eine genau Kenntnis der Nervenbahnen sollte Dir die Angst aber zumindest etwas nehmen können. Gefährdet ist vor allem der N. supraorbitalis, der durch das Foramen supraorbitale aus dem Schädelinneren tritt. Diese Nervenaustritsstelle liegt von der Nasenwurzel aus gesehen etwa zwei fingerbreit seitlich, auf Höhe der Augenbraue. Du kannst das Foramen mit leichtem Druck als kleine „Vertiefung“ im Knochen selbst ertasten. Dieser Nervenast des N. Trigeminus ist verantwortlich für die Versorgung eines zwar Großen, aber funktionell recht unwichtigen Bereichs des Gesichts und Kopfs. Um es kurz zu umrei??en, vom Unterrand der Augen ziehst Du eine Linie bis ca. 4 cm oberhalb des höchsten Punkts Deines Ohres. Der versorgte Bereich umfasst also die Augen, die Region über den Ohren, die Stirn und den Kopf bis auf Höhe der Ohren. Zusätzlich kommt die Nase hinzu. So, genug Angst gemacht? Jetzt kommt die gute Nachricht: dieser Nerv ist relativ leicht zu umgehen, einfach nur die seitlichen Augenbrauen piercen, bis max. zur Pupillenmitte. Selbst wenn der Nerv geschädigt wird hast Du „nur“ mit einem Ausfall des Gefühls im Bereich um die Oberseite der Augen und die Stirn zu rechen, da die anderen Teile des Nerven nicht frei im Gesicht verlaufen. Das betrifft alles nur die Sensibilität, also das „Gefühslsvermögen“. Entgegen einigen ??ußerungen kann eine Schädigung dieses Nervens KEINE Lähmung der Muskeln verursachen. Dafür ist ein anderer Nerv zuständig (N. facialis), und dessen Verlauf ist bei einem Augenbrauenpiercing nicht gefährdet.
    Dieser Punkt ist also kein echtes Risiko, es sei denn, Du nimmst die Gefahr mit Absicht in Kauf und lässt das Piercing zu weit in Richtung Nase stechen.

    2. Muskelschädigungen
    „Aber ich kann doch meine Augenbraue heben, da mu?? also ein Muskel sein…“ Richtig, da ist auch einer. Dieser liegt allerdings richtig tief, um es genau zu sagen, der M. corrugator supercillii liegt noch unter zwei anderen Muskeln! Und darüber liegt noch eine dicke Speckschicht. Um diesen Muskeln zu verletzen müsste der Piercer schon mit der Nadel direkt am Knochen entlang schrammen, und das würdest Du merken (und er auch – spätestens an Deiner Reaktion). Es gibt auch dazu sicherlich „Horrorstories“, aber das sollte eher selten sein. Davor würde ich keine Angst haben.

    3. Folgeschäden
    So, jetz kommen wir zu dem interessanten Teil. Die beiden oberen Punkte sind eher zu vernachlässigen, aber hier wird es interessant und auch wichtig! Sollte sich Dein Piercing entzünden, dann wird es gefährlich. Eine oberflächliche und harmlose (wenn auch schmerzhafte) Entzündung hat von der Augenbraue aus gute Möglichkeiten sich auf wichtige Strukturen auszubreiten. Da wäre zuerst einmal die Augenhöhle (Orbita) in der Nähe, und ein Befall der Augenhöhle ist schlecht zu behandeln und birgt Große Gefahren für Eure Augen. Als nächstes ist da noch der vorhin angesprochene Nerv. Wenn er auch durch das Stechen selbst nicht verletzt werden dürfte, kann er doch durch eine Entzündung in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Entzündung kann sich dann entlang des Nerven ausbreiten und im schlimmsten Fall Deine Hirnhäute und das Gehirn selbst befallen. Nicht ungefährlich sind auch kleine Blutgerinnsel, die sich gern in der Nähe von Entzündungen bilden, und zu echten Probleme werden können,wenn sie Gesichts- oder Gehirngefä??e verstopfen. Außerdem können sich Entzündungen auch über diese Blutgefä??e ins Gehirn ausbreiten.

    Hört sich alles recht gefährlich an, aber um es einmal auf den Punkt zu bringen: Entzündungen im Gesichtsbereich treten im Zuge der Pubertät als Akne bei fast allen Jugendlichen auf. Die Risiken ergeben sich aus schlampiger Pflege und schlampiger Arbeit beim Stechen des Piercings selbst. Es liegt ja in Deiner Hand, Dein Piercing ordentlich zu pflegen und bei Probleme einen Arzt aufzusuchen. Insgesamt ist das Risiko wohl eher gering, aber 100%ige Sicherheit kann (und wird) Dir auch niemand versprechen.

    Ich hoffe, das hat Dich beruhigt,
    Adrian

    P.S. Falls Rechtschreibfehler in meinem Text sind: ich kann nichts dafür. Wenn das Forum etwas „Unix-Freundlicher“ wäre, dann könnte ich auch etwas lesen und müsste nicht „erahnen“, was ich da geschrieben habe, so klein ist die Schrift bei mir 😉 *gg*.

    Adrian
    Teilnehmer
    @adrian-2
    Schreiben Sie eine Antwort zu %s Schmerzmittel #3014823

    Mit „Schmerzmittel“ meinst Du wohl Lokalanästhetika. Da eignen sich vor allem die vom Säureamidtyp, z.B. Lidocain, Mepivacain, Articain, Prilocain usw., wobei ersteres wohl den grö??ten Stellenwert hat. Auch Procain ist geeignet, gehört aber chemisch gesehen zu einer anderen Gruppe und ist ein wenig komplexer in den Nebenwirkungen. Bei so einer „Infiltrationsanästhesie“ wird das Mittel der Wahl meist einfach in die Fettschicht unter der Haut gespritzt, die Wirkung tritt schnell ein und hält auch nicht lange an. Die entsprechenden Hautareale sind vollkommen taub, aber dennoch wirst Du den Druck der Zange und Kanüle spüren können. Die Nebenwirkungen sind bei regelgerechter Anwendung minimal, obwohl eine allergische Reaktion nicht auszuschließen ist.

    Wenn Dir von anderen gesagt wird, da?? die Schmerzen „dazu gehören“, dann solltest Du dringend an deren Verstand zweifeln. Schmerzen sind ganz und gar nicht zwingender Bestandteil des Piercens! Jeder sollte das Recht haben, über sein eigenes Schmerzempfinden zu verfügen.

    Wenn in Deinem Piercing-Studio auf eine Betäubung verzichtet wird, dann solltest Du nach den Gründen fragen. Wer ehrlich genug ist um zuzugeben, da?? er/sie sich nicht an Lokalanästhetika traut, dann weißt Du zumindest, da?? Du ehrlich beraten und ernst genommen wirst und kannst Dir immer noch überlegen, ob Du es nicht doch mit „Zähne zusammenbei??en“ schaffen kannst.

    Auf „Eisspray“ solltest Du definitiv verzichten! Die Anwendungsgebiete für solche Mittelchen sind leichte Sportverletzungen mit Muskel- oder Sehnenbeteiligung. Eine Anwendung zur Betäubung schadet nur dem Gewebe, der Heilung und vor allem Dir, denn es WIRD WEH TUN!

    Die oft verwendeten „Salben“ und Pflaster enthalten meist ebenfalls Lidocain, aber die Wirkung ist wesentlich geringer als bei direkter Injektion (logisch!), außerdem dauert es lange bis zum Wirkeintritt. Für Piercings im Schleimhautbereich sind sehr wirksame Oberflächenanästhetika frei erhältlich, so da?? Du zumindest dabei keine Schmerzen haben solltest.

    Bei all diesen fantastischen Möglichkeiten solltest Du aber nicht vergessen, da?? das Stechen selbst weitaus weniger schmerzhaft ist als die „Abheilphase“, vor allem, wenn es zu einer Entzündung kommt.

    Viel Spa?mit Deinem (zukünftigen) Piercing, ob nun mit oder ohne Schmerzen ;-),
    Adrian

Ansicht von 16 Beiträgen – 1 bis 16 (von insgesamt 16)
Password vergessen

Adrian

Profilbild von Adrian

@adrian-2

In letzter Zeit nicht aktiv